Weniger Stress = weniger Kopfweh

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Kann es sein, dass wir vor lauter Stress manchmal nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht? Dass sich dieses so gesehen "orientierungslose", von Aufgaben überschwemmte, Körperteil in den Schmerz "flüchtet"? Ja, das kann sein – und ist vermutlich viel häufiger, als bislang vermutet, der Fall. Es gibt einige "Ventile", durch die unser Körper versucht, Dampf abzulassen, wenn sich hohe Anforderungen im Privat- und/oder Berufsleben häufen, stauen, wenn die Phasen der Anspannung zu lang und die Pausen zu kurz sind … Rücken und Kopf sind beliebte Orte, um der überhöhten psychischen Belastung eine Plattform zu bieten.
Zwar gibt es über 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen, doch der Spannungskopfschmerz (bezeichnender Weise auch Stresskopfschmerz genannt), ist der Verursacher etwa drei Viertel aller Kopfschmerzen! Spannungskopfschmerzen treten gern an den Seiten auf und haben etwas Drückendes, Einengendes – aber auch der Stirnbereich bleibt häufig nicht verschont und Betroffene beschreiben das Gefühl, als würde der Kopf durch ein Band oder einen zu engen Hut eingeschränkt. Auch von einer gesteigerten Schmerzempfindlichkeit der Schädelmuskulatur wird berichtet sowie von einer leicht reduzierten Beweglichkeit im Nackenbereich; dass psychische Anspannung auch Verspannungen im Schulter-Nackenbereich verursachen kann, kann hier erschwerend hinzukommen.  Die Beschwerden können sowohl episodisch/sporadisch als auch chronisch (an mindestens 15 Tagen pro Monat, seit mindestens drei Monaten) auftreten. Im Gegensatz zur Migräne sind sie nicht pulsierend, sondern neigen eher dazu, im Laufe des Tages zur vollen Stärke aufzulaufen. Gerne kommen sie als Begleiter von eben Stress und psychischer Belastung, nicht selten auch flankiert von Ängsten oder sogar depressiven Zuständen; zehn Prozent der von Spannungskopfschmerz Geplagten leiden zusätzlich unter Migräne.


Gefahr erkannt, Gefahr gebannt?
  • Körperliche Aktivität verschlimmert den Spannungskopfschmerz nicht, sondern ist eher geneigt, einen Ausgleich zu schaffen; insbesondere bewegte Aufenthalte in freier Natur können diesen lindern oder sogar verhindern.
  • "Wer schläft, sündigt nicht" – und wer schläft, ist währenddessen nicht gestresst; ausreichend Schlaf in der Nacht ist wichtig für einen klaren, sprich schmerzfreien, Kopf am Tag.
  • Das Gespräch mit einem Arzt oder einem Psychotherapeuten trägt dazu bei, individuelle Taktiken und Methoden zur Schmerzvermeidung und -bewältigung zu entwickeln. Im Vorfeld ist das Führen eines Kopfschmerz-Tagebuchs erforderlich, um den Ursachen auf die Spur zu kommen.
  • Bei akutem Auftreten von Spannungskopfschmerzen leisten auch schmerzstillende Medikamente sehr gute Dienste; zum ständigen Begleiter (etwa bei chronischem Kopfschmerz) sollten diese aber nicht werden.

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